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Opfer berichten

Bericht von Gerald, eigestellt am 15. Dezember 2007

Unfall
Tony
Kreuz2
Artikel Kreuz1

Tony wollte am 04.Oktober 2005 seinen Freund Kevin nach Hause bringen. Nach circa 20 Minuten stand Kevin wieder vor unserer Tür und überbrachte die Nachricht das Tony von einen LKW angefahren sei. Der 21jährige Fahrer befand sich in einer 50iger Zone und weit einsehbaren Strasse. Als er mit seiner Zugmaschine Tony erfasste, hatte er noch 77 km/h drauf. Trotz aller Bemühungen eines Notarztteams und der Besatzung des Rettungshubschraubers verstarb Tony an der Unfallstelle. Der Fahrer bekam Bewährung und eine Geldstrafe. Kein FÜHRERSCHEINENTZUG !!!!!!!!!!!!

Solange Todesfahrer so mild bestraft werden, wird sich in Deutschland mit der Raserei nichts ändern. Dies müsste radikal und mit entsprechend langem Führerscheinentzug geahndet werden. Denn das würde an die Existenz gehen! Mit freundlichen Grüßen
Gerald Vater von Tony

Die Redaktion möchte hier noch auf die liebevoll gestaltete Gedenkseite für Tony hinweisen:
www.tony-jordan.de

Bericht von Lisa, eigestellt am 28. Januar 2007

Ich hatte am 15.08.06 einen schweren Verkehrsunfall den ich nur knapp überlebt habe. Auf einer Landstraße zog ein LKW, der mir entgegenkam, plötzlich aus ungeklärten Gründen ca. 100 Meter vor mir auf meine Spur. Geistesgegenwärtig zog ich das Lenkrad nach rechts um nicht frontal in den LKW zu rasen. Mein Auto schleuderte einen leichten Abhang hinunter und überschlug sich dabei 4 mal. Ein Baum bremste dann schließlich mein Fahrzeug. Das alles erfuhr ich von Augenzeugen, Ersthelfern und Gutachtern. Ich selbst kann mich an dieses Horrorerlebnis nicht erinnern, da ich erst 2 Monate später wieder aus dem Koma erwachte. Ich wusste von nichts mehr.
Der Schock ist noch immer groß und die Verletzungen schwer. Seit diesem schrecklichen Tag, der mein Leben in nur wenigen Sekunden komplett verändert hat sitze ich im Rollstuhl und habe schon 8 OP´s hinter mir. Es ist noch kein Ende in Sicht. 5 Wirbel sind zertrümmert, die jetzt nach und nach aufgebaut werden sollen. Ob ich jemals wieder laufen werden kann, steht in einem großen Fragezeichen. Die Ärzte und ich haben noch nicht aufgegeben. Ich lebe und das ist die Hauptsache!
Ich war gerade 6 Tage 18, hatte noch soviele Träume und Pläne, die in Sekunden zerstört wurden. Doch jetzt weiß ich, das nicht das Irgendwann
sondern das Jetzt wichtig ist und ich lebe als wär jeder Tag mein letzter. Ich habe meinen Lebensmut nicht verloren. Ich habe eine super Familie, Freunde und Verwandte die mir helfen wieder auf die Beine zu kommen.

Noch ein Wort an den LKW-Fahrer: Ich finde es eine rießen Sauerei bei so einem Unfall Fahrerflucht zu begehen ! Haben Sie verdammt nochmal kein Herz?
Ein Wirbel höher und ich wär´ tot gewesen! Ich will ihm keine Vorwürfe machen, nur ins Gewissen reden !

Mit diesem Text will ich mich bei allen bedanken die mir geholfen haben. Die für mich da sind und mit mir kämpfen...
ICH LIEBE EUCH!!!

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