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Wir suchen noch Bilder und Zeichnungen von Hämbach aus der Zeit von 1900 bis zum Ende der DDR-Zeit. Sofern Sie Bildmaterial besitzen und dieses hier veröffentlichen möchten, bitte melden unter: Service@Haembach.de oder per Telefon an 0176-42046043

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2009 wurden die beiden Stahlglocken von 1925 der Peterskirche in Tiefenort gegen Bronzeglocken ausgetauscht

Wir möchten an dieser Stelle Bilder zu diesem historischen Anlass zeigen - auch wenn es sich hierbei nicht direkt um den Ortsteil Hämbach handelt. Nachfolgend werden Bilder vom Glockenguß und dem Umzug bis zum Aufzug in den Turm dargestellt.

Im ersten Weltkrieg wurden Kirchenglocken aus Bronze für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Dieses Schicksal hatten auch zwei Glocken aus der Peterskirche in Tiefenort. Diese wurden damals durch Stahlglocken ersetzt, welche heute bereits starke Schäden aufweisen und daher in naher Zukunft zu reissen bzw. brechen drohen

Aus diesem Grunde hatte man sich in Tiefenort dazu entschlossen, aus Spendengeldern, Stiftungen und Zuwendungen der Gemeinde, neue Glocken aus Bronze (nach dem Vorbild der ursprünglichen Glocken aus dem 17. Jh.) wieder einzusetzen. Im Ablauf dieser Seite werden die einzelnen Schritte der Durchführung in Bildern dargestellt

Für aktuelle Infos der Kirche, hier ein Link zur Seite der Kirchengemeinde Tiefenort

Kirche

Der Guss der beiden Bronzeglocken erfolgte am 21. November 2008. Eine Reisegruppe aus Tiefenort konnte der Aktion beiwohnen und den Ablauf direkt aus nächster Nähe miterleben.

anklicken für vergrösserte Darstellung der Bilder

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Der Ofen mit der Bronzeschmelze

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Hier wird der Pfropfen aus dem Ofen eingeschlagen

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Die vorbereiteten Gusskanäle

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Das ist der Guss der 700kg schweren, grossen Bronzeglocke

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unmittelbar vor dem Guss wird die Bronze “gerührt”

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Bevor die Glocke weiter bearbeitet werden kann, muss sie zunächst 2 Wochen auskühlen

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Stahlglocke BronzeDetail

Detailaufnahmen der Stahl- und Bronzeglocken im Turm der Peterskirche vor dem Ausbau

Ein “Biberschwanz” mit dem Gemälde der Peterskirche in Tiefenort wurde der Glockengiesserei zum erfolgten Ereignis aus Dankbarkeit überreicht...

In einer 11,5 min Kurzfassung ist hier ein Video vom Guss der grossen Glocke zu sehen. Mindesvorraussetzung ist der Windows-Media-Player zum abspielen. Bitte dazu unten auf Video klicken !

Video

zweiStahlglocken

Zeitungsartikel im Freien Wort vom 29.11.2008:

Bronzeglocke

50 Tiefenorter fuhren nach Karlsruhe / Bronzeglockenspiel wieder einen Schritt näher gekommen

Tiefenort – Mit einem Bus und mehreren Autos fuhren 50 Tiefenorter Kirchgemeindeglieder und Spender nach Baden-Württemberg, um in der Karlsruher Glockengießerei Bachert den Guss der neuen Bronzeglocken für die St. Peterskirche mitzuerleben. Vor 91 Jahren, während des I. Weltkriegs, mussten die große und die kleine Bronzeglocke abgeliefert werden. Später wurden sie durch Stahlglocken ersetzt. Nun soll das ursprüngliche Gleichklang-Geläut wieder hergestellt werden. Dafür gingen bisher Spenden in Höhe von 30 000 Euro ein. Für alle Teilnehmer am Glockenguss war es ein unvergessliches Ereignis. „Jetzt wird uns erst die wirkliche Bedeutung von Schillers Lied von der Glocke bewusst“, sagte Tosca Faber. Der Guss in Karlsruhe war keinesfalls gleichzusetzen mit dem im Volksmund gebräuchlichen Spruch: „Loch in Erde, Bronze rin, Glocke fertig – bim, bim, bim“. Vielmehr konnten sich die Besucher von der schweißtreibenden Tätigkeit der Männer vor Ort überzeugen. Das Glockenspiel der St. Peterskirche Tiefenort soll mit zwei neuen Bronzeglocken ergänzt werden. Die 700 Kilogramm schwere Lutherglocke wird in „fis“ und die kleine Engelsglocke im Ton „h“ erklingen. Ein Glockensachverständiger berechnete im Vorfeld die Glocken, denn alle vier Glocken müssen klangmäßig aufeinander abgestimmt sein. Nach Auskühlung der Glocken wird er nach Karlsruhe reisen, um den Klang zu prüfen. Der Eingangsbereich der Glockengießerei ist mit den ersten Zeilen aus Schillers Meisterwerk versehen: „Fest gemauert in der Erde steht die Form aus Lehm gebrannt.“ Christiane Bachert informierte über das altehrwürdige Handwerk des Glockengießens, zu dem auch eine Filmdokumentation gezeigt wurde. Zudem bestand die Gelegenheit einer Firmenbesichtigung, bei der zahlreiche bereits gegossene Glocken in Augenschein genommen werden konnten. Unter anderem die neun Tonnen schwere „Jahrtausendglocke“ für den Hamburger „Michel“. Gemeinsam mit drei weiteren Kirchgemeinden fieberten die Tiefenorter dem Glockenguss entgegen, der in Karlsruhe noch komplett traditionell erfolgt. Zuerst wird ein innen hohler Glockenkern gemauert und mit Lehm bestrichen. Die Lehmschicht wird mit einem rotierenden Schaber abgezogen und muss dann austrocknen. Auf die Lehmschicht wird ein Trennmittel aufgebracht (Talg, Fett, Graphit). Auf diese Schicht kommt wieder Lehm, der genau die Form der späteren Glocke hat: Diese Schicht wird „falsche“ Glocke genannt. Nachdem sie getrocknet ist, werden auf ihr alle Verzierungen und Schriften aus Wachs aufgebracht. Auf die Wachsschicht kommen mehrere Schichten Lehm in unterschiedlicher Feinheit, damit die Verzierungen sich auch im Lehm abbilden. Ist die als Mantel bezeichnete äußere Form fertig, wird sie mit einem Feuer im hohlen Kern im Ganzen ausgebrannt. Anschließend wird der Mantel abgehoben und die falsche Glocke zerschlagen, danach wird der Mantel wieder aufgesetzt. Zwischen Kern und Mantel hat sich nun ein Hohlraum gebildet. Zum Guss wird die Grube, in der die Glockenformen stehen, mit Erde verfüllt und ordentlich verdichtet, damit die Formen den beim Gießen entstehenden Druck aushalten können. Über Rinnen wird die erhitzte Glockenspeise (zirka 1100°C) durch das Gussloch in die Form geleitet, durch ein oder zwei andere Löcher entweichen Luft und die beim Gießen entstehenden Gase. Nach mehrwöchiger Abkühlzeit kann die Glocke aus der Form geholt werden, wobei erst dann sichtbar wird, ob der Guss gelungen ist. Als Termin für den Guss wird traditionell Freitagnachmittag 15 Uhr, die Sterbestunde Jesu Christi, gewählt. Nachdem alle acht Glocken gegossen waren, sang man gemeinsam „Großer Gott, wir loben dich“. Nun sind alle gespannt, ob der Guss gelungen ist und der Gleichklang hergestellt wird. gdt

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Hier sind nun die Bilder vom Umzug:

Durch anklicken der folgenden Bilder erhalten Sie eine Auflösung von 1024 x 768. Ausreichend für Abzüge auf Fotopapier !

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Sofern Abzüge von diversen Motiven gewünscht werden, bitte einfach eine Mail an: Glocken@Haembach.de senden. Sie erhalten per Mail kostenfrei die original Datei der Kamera und können damit Ihre Abzüge selbst in Auftrag geben (bis zu DIN A3).

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Die nachfolgenden Bilder vom Glockenaufzug in den Turm der Peterskirche am 6. April 2009, wurden uns freundlicherweise von Sabine S. aus Tiefenort zur Verfügung gestellt:

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Glockenaufzug11 Glockenaufzug12 Osterbrunnen

Die alten Stahlglocken wurden auf dem neu gestalteten Kirchplatz abgestellt

Glockestahl01 Glockestahl02 Glockestahl03

Die folgenden Aufnahmen zeigen die Anordnung der Glocken im Glockenstuhl während der Einbauarbeiten

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Glockenturm4 Glockenturm5
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